Truth v9.268
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I_21 BA

Der Halle Prozess: Mitschriften

Status:
Ongoing
Aspects:
politics
Team:
Maja Redlin, Nils Krüger, Hannah Englisch
Partners:
Description:
Am 9. Oktober 2019 greift ein antisemitischer, rassisti­scher und antifeministischer Attentäter in Halle an der Saale die Synagoge der Stadt am hochsten

Am 9. Oktober 2019 greift ein antisemitischer, rassisti­scher und antifeministischer Attentäter in Halle an der Saale die Synagoge der Stadt am hochsten jüdischen Feiertag, Jom Kippur, an. Er versucht sich Zugang zum Gebäude zu verschaffen, scheitert und tötet die Passan­tin Jana L. vor der Synagoge. Sein nachstes Ziel ist ein Dönerimbiss in der Ludwig-Wucherer-Straße, unweit der Synagoge. Dort tötet er Kevin S. und versucht ge­zielt migrantisch gelesene Menschen zu ermorden. Auf seiner Flucht kommt es zu einem weiteren rassistisch motivierten Mordversuch sowie zu diversen anderen Gewaltverbrechen. Der Tater ist mittlerweile nach 26 Verhandlungstagen rechtskräftig zur Höchststrafe ver­urteilt und doch sind viele relevante Fragen unbeant­wortet: Hat das Gericht die politische Tragweite des Anschlages und seine strukturellen Gründe erfasst?

Welche Rolle spielt die Einzeltäter-Theorie in der Ne­gierung struktureller Diskriminierung? Wie verbreitet sind die Ideologien des Täters? In welchen gesellschaft­lichen Netzwerken konnte er sich radikalisieren? Wie muss man die Tat in einen gesamtgesellschaftlichen Kontext eines rassistischen, antisemitischen und se­xistischen Normalzustandes einbetten, um den Nähr­boden für rechtsextreme Gewalttaten verständlich zu machen?

Vorhaben:

Entstehen soll ein Publikationsprojekt zum Gerichtsprozess gegen den Attentäter von Halle. Es umfasst zwei Bucher, die jeweils einzeln gelesen werden können, sich aber inhaltlich sowie gestalterisch auf einander beziehen und ergänzen. Wahrend der erste Band mithilfe der Langfassungen der Gerichtspro­tokolle alle 26 Verhandlungstage ausführlich dokumentiert, soll der zweite Band sowohl den Prozess an sich, als auch die Tat und ihre Hintergründe kontextualisieren. Beide Bücher reihen den Anschlag von Halle in eine Kontinuität rechten Terrors in Deutschland seit 1945 ein und sollen den Gerichts­prozess als juristische und gesellschaftliche Form der Ausein­andersetzung damit beleuchten.

Beide Bände werden bei spector books erscheinen, der ers­te Band im Oktober 2021, der zweite im Frühjahr 2022. Die Mitschriften werden im Moment von den Protokollant*innen und dem Verlag lektoriert, wahrend wir das gestalterische Konzept erarbeiten (s.u.). Die inhaltliche Struktur des zwei­ten Bandes wird von einem Redaktionsteam erstellt. Parallel bemühen sich alle Beteiligten um Fördermittel.

Links:
Protocols:
2021-05-31 - Herausforderungen in der Gestaltung

Die Herausforderung bei der Gestaltung der Publikation ist vor allem, ein dem Thema angemessenen Tonfall zu finden.
Die Gestaltung soll die Thematik tragen, sie trotzdem nicht unnahbar schwer in Distanz rücken und zur Lektüre und der Beschäftigung mit dem Prozess und den darin angesprochenen Themen anregen.


author(s):
2021-11-15 - PDF Druckfertig
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author(s):
  • Hannah Englisch Maja Redlin Nils Krüger
2021-11-15 - DEMOC Ankündigung

Die Mitschriften geben den Prozessverlauf auf 900 Seiten detailliert wieder und dokumentieren alle Aussagen der Nebenkläger·innen, der Zeug·innen sowie Sachverständigen.

Am 9. Oktober 2019, dem jüdischen Feiertag Jom Kippur, greift ein rechtsextremer Terrorist erst die Synagoge in Halle (Saale) an, dann einen nahegelegenen Dönerimbiss. Im Laufe seines Anschlags ermordet er zwei Menschen und reißt viele weitere in Halle und Wiedersdorf (Sachsen-Anhalt) für immer aus ihrem vertrauten Leben. Ab Juli 2020 steht er wegen seiner Taten vor dem Oberlandesgericht Naumburg.

Angesichts des fortwährenden Antisemitismus und Rassismus und des Versagens staatlicher Behörden im Kampf gegen den Rechtsterrorismus haben die Herausgeber·innen und Autorinnen alle 26 Tage der Gerichtsverhandlung protokolliert. Ihre Mitschriften geben den Prozessverlauf detailliert wieder und zeigen, wie rechte Gewalt inmitten der Gesellschaft entsteht und wie ihr der Staat begegnet. Vor allem aber spiegeln sie wider, was die Betroffenen zu sagen haben.

Der Halle-Prozess: Mitschriften
Erscheint am 15. November 2021 bei Spector Books, Leipzig
896 Seiten, 28 Euro, Hardcover
ISBN 978-3-95905-501-7

Herausgeber·innen: Linus Pook, Grischa Stanjek und Tuija Wigard
Autorinnen: Christina Brinkmann und Duška Roth
Gestaltung: Hannah Englisch, Nils Krüger, Maja Redlin

Vorbestellung

Ein Projekt von democ. Zentrum Demokratischer Widerspruch e. V. in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment, OFEK e. V. – Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und mit Unterstützung der Amadeu Antonio Stiftung, der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und des Zentralrats der Juden in Deutschland.

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author(s):
  • Maja Redlin Hannah Englisch Nils Krüger
2021-11-26 - Teil 1 Release

Ready for delivery: DER HALLE-PROZESS: MITSCHRIFTEN can be ordered at the bookseller of your trust or online (link in bio).

896 pp., thread-sewn hardcover
28 Euro
ISBN 978-3-95905-501-7

Editors: @democ.de, Linus Pook, Grischa Stanjek, Tuija Wigard
Authors: Christina Brinkmann, Duška Roth
Designers: Hannah Englisch, Nils Krüger, Maja Redlin
@komp_zentrum, @ofek_beratung, @amadeuantoniofoundation, @burg_halle, @zentralratderjuden @instantsnack @nlshlgrsn @maja_redlin @duska.roth

rechterterror #rechtegewalt #rechtsextremismus #antisemitismus #rassismus #misogynie #antifeminismus #halleprozess #democ

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author(s):
  • Felix Egle
Files:
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J_21-22

Gestaltungsbüro für Initiativen

n/a

Status:
Ongoing
Aspects:
cooperation, support
Team:
Moritz Neuland, Luisa Kaiser, Paula Schuhmacher, Louise Holtz
Partners:
Protocols:
2021-11-23 - Arbeitstreffen
  • Flyer muss nicht direkt neu enstehen ist aber soweit diskutierfähig, von ROSA muss ein Text kommen
  • Postkarten sind fertig, werden kommende Woche gedruckt. Weitere Goodies wie Socken, Poster etc. sind in Diskussion aber noch nicht fix.
  • Kampagne entsteht bei BetterPlace (anders als bei StartNext muss daher keine zeitlich begrenzte Kampagne gedacht werden sondern eine andere Form der kontinuierlichen Spendenaquise über die Platform. Hier muss recherchiert werden.)
  • Die Zusammenarbeit mit dem Flüchtlichsrat durch die Gruppe Nils/Maja wäre spannend um in Austausch zu kommen, die Themen sind verwandt und lassen sich aufeinander beziehen.)
  • Direct Support hatte über Luca nach einem mobilen Ausstellungsformat gefragt. Eine spannende Perspektive
  • ZOFF aus Berlin einladen, direkter Austausch wäre hier sinnvoll. In ein Gespräch gehen.
  • Inhalt des Projekts ist es auch, neben der Gestaltung, übertragbare Formen der Zusammenarbeit zu diskutieren und sich darüber auszutauschen. Hierfür sollen Fragen gesammelt werden, Herausforderungsanalyse.
  • Ein Pad zur Sammlung von Artverwandten Büros soll entstehen um Praxen und Referenzen zu sammeln und auch aus der Gruppe zu sourcen.

author(s):
  • Felix Egle
2021-11-04 - Wie arbeiten wir zusammen?

Zeitplan für gemeisame Treffen
Montag ab 12Uhr: 1,5h Orga-Besprechung,
Wochenplanung, danach Mensa
Dienstag
freie/gemeinsame Arbeit im Raum
Mittwoch
oder Donnerstag wechselnd in Leipzig und Halle

-gemeinsame email
-wer macht Projektleitung? nicht alles soll an einer Person hängen, bzw. es muss dann kommuniziert werden
-Arbeitsteilung je nach Projekt, aber gut strukturieren
-doch Miro Board benutzen
-Burg-Box Struktur überlegen -> Beratung von Matthias
-keine original-Dateien verändern

Reine Dienstleistung oder eigenes Designprojekt?
-ein Haus/Designprojekt was nebenher läuft (Thema zb. Gast/Vertragsarbeit?)

Wie erreicht man uns, Kommunikation mit Klient:innen
-eine email
-website im Laufe des Semesters?
-Klare Kommunikation was unser Angebot und Zeitlimit ist
-Modus wie wir arbeiten wollen, zb. wie viele Korrekturschleifen, Wertschätzung der Arbeit
-Fragenkatalog für uns, aber auch für Klient:innen um grundlegendes zu klären

Wen unterstützen wir?
-erstmal nur Bezug auf Flucht und Migration weil guter Einstieg und Semesterthema
-eher kleineren Organisationen, nicht unbedingt Rosa-Luxemburg Stiftung usw.

Wenn Auftraggeber*innen Budget haben, lassen wir uns bezahlen?
-Geld stinkt nicht, aber was machen wir mit dem Geld? Sprich Aufwandsentschädigung oder Nutzung des Geldes für Projekte ohne Budget?
-Geld über die Hochschule bekommen

Hilfe zur Selbsthilfe oder Dienstleistung?
Wie sind unsere Ansprüche an Produktion, Verwendung von
Material/Software usw in Hinsicht auf Ökologie, "fairness", awareness etc.?
-von Fall zu Fall unterschiedlich
-einmalige Arbeiten (Flyer etc.) gerne in indesign
-instagram-slides als templates?
-eventuell tutorials
-real bleiben, zb. Schriften mit vielen Sprachen werden von google sein,
aber generell lieber kleine type foundries unterstützen


author(s):
  • Louise Holtz
2021-11-08 - Arbeitstreffen

E-Mail Adresse fürs Büro:
Alias oder eigene Adresse?
(kein Account mit PW sondern Weiterleitung)
-> besser eigener Account mit separatem Postfach
-> Louise erledigt das

Wann treffen wir uns diese Woche?
(Luisa ist 10-11 weg, Louise klärt noch)
Mittwoch zwischen 11 und 12 treffen im Hafengebäude
Dienstag ist auch Zeit
ROSA Mail, was ist zu tun?

-> Gesamtkonzept weiterbringen vor Treffen mit ihnen
wie weit geht es? Kommunikationskanäle/Design etc.
Manual schreiben mit allem drin
wie kann die Vermittlung von Merch und CI aussehen?
Merch vor Weihnachten!!

-> Welche Unterstützung bei Crowdfunding?
Plan überlegen, aber nicht selber ausführen
z.B. Struktur: drei Tage nach Launchday, alle paar Tage Reminder, Countdown vor Ende – welche Kanäle? Kalender erstellen

Wo findet das Crowdfunding statt?
Gibt es ein Video? Was ist mit dem Trickfilm? Besser wenn man die Menschen sieht!
Multiplikator*innen/Plattformen: Interviews organisieren (Corax, TAZ, Hebammenmagazine) -> gibt es Pressesprecher*innen?
Wir bereiten Posts und Zeitplan vor.

-> Merch sollte unabhängig vom Crowdfunding vor Weihnachten existieren!!!
Weihnachtsmarkt, Burgshop
Wo drucken? Welche Auflage? Faire Produktion? Geld?
Moritz kennt Siebdruckerei in Leipzig
Postkarten Riso an der Hochschule (wer übernimmt Materialkosten? Matthias fragen!)
Sticker wo drucken? (Flyeralarm?)
Haben ROSA Personal, um z.B. auf Weihnachtsmärkten zu stehen? (Dann: kleine Kampagne überlegen!)

->> ROSA Skypen Mittwoch Nachmittag ab 3 (Paula schreibt Mail)

TO DO:

-> Dienstag nochmal genauer über alles reden (Crowdfunding etc.)

-> Input von Moritz zu CI Di oder Mi

-> Dienstag vormittag Zuständigkeiten verteilen

-> Montag 22.11. Besprechung eigenes inhaltliches Projekt

-> Kalender fürs Gestaltungsbüro erstellen (Louise)


author(s):
  • Louise Holtz
2021-11-10 - ROSA TREFFEN

–wir machen Inhalt, Menge und Entscheidung wo gedruckt wird macht ROSA
– unser Zeitlimit kommunizieren!

CROWDFUNDING

–wann?
–wir machen Zeitplan mit Inhalten, Ideen für Kampagne
–Wie viel Merch? -> wird erst nach Kampagne gedruckt
– was ist mit dem Video??
–Presse Kit
–eine Ansprechperson


MERCH VOR WEIHNACHTEN

– 2x3 Postkarten von uns im Riso gedruckt
– 3 Stickermotive
– 2 t-Shirt Motive -> nachhaltige shirts
– Flyer eventuell vor weihachten drucken?


PROTOKOLL TREFFEN

– Merch Aktion vor Weihnachten über Instagram, Ware wird versandt
– Sharepics erstellen!
– Föderung von 2500€ für Druck, 1000€ für Rohmaterialien
– können selbst noch 2 Motive für Postkarten dazusteuern von Miriam (?)
– sie kaufen ein Siebdruckset (?)
– Film erst Mitte Dezember fertig

T-SHIRTS
– female statt flinta weil sie nicht sicher sind ob sie in Griechenland für flinta da sein können,    nochmal genaue Absprache -> Paula und Louise
– ROSA soll draufstehen
– Paula schickt design Vorschläge, ROSA schaut nach Druck

POSTKARTEN
– wir drucken, Anzahl wird noch abgesprochen
– können selbst noch 2 Motive für Postkarten dazusteuern von Miriam (?)

STICKER
– eher nicht so wichtig gerade, wenn dann vielleicht fürs crowdfunding?

TASSEN
– Design/Illu mit rosa logo drauf

FLYER
– erstmal später

CROWDFUNDING
– kampagnenplan
– eventuell samstag treffen (?)
– crowdfunding oder fundraising?
– Gutschein
– sharepics
– email schreiben

DEADLINES
– 26.11. Postkarten designs fertig
– 19.11. t shirts/ tassen
– so schnell wie möglich crowdfunding


author(s):
  • Paula Schuhmacher
2021-11-23 - Arbeitstreffen

ROSA
– Crowdfunding Merch und Zeitplan
– t-shirts sind fertig
– coole Mockups/Fotos
– Riso Termin und Papier
– Postkartenpapier von Druckerei?
– Fundraising
lieber kein weiterer Merch
wie viel fragen wir nach/kritisieren wir? ->wir arbeiten eher nur zu
– Instagram-Paket
Sticker

EIGNES PROJEKT
– Dokumentation unseres Prozesses?
– Vertragsarbeiter:innen
nach Postkarten-Druck


SELBSTVERSTÄNDNIS
– Paula?
– Welcome-Cafe


author(s):
  • Luisa Kaiser
2021-11-23 -

author(s):
  • Luisa Kaiser
J_21-22

Migration und Menschenrechte 1

Status:
Ongoing
Aspects:
migration
Team:
Moritz Neuland, Paula Schuhmacher, Seifeldeen Hesham, Louise Holtz, Lea Wolff, Luisa Kaiser, Luca Maier
Description:
Aktuell sind so viele Menschen auf der Flucht und Migration wie noch nie zuvor. Zeitgleich entstehen neue Formen von Grenzpolitik und Überwachungs-Strategien.

Aktuell sind so viele Menschen auf der Flucht und Migration wie noch nie zuvor. Zeitgleich entstehen neue Formen von Grenzpolitik und Überwachungs-Strategien. Die Europäische Union ist zugleich Ort der Hoffnung und Zuflucht als auch Festung und restriktiver Akteur. Wie gehen wir mit dem Widerspruch eines offenen und auf universellen Menschenrechten basieredenden Selbstverständnis und dem zeitgleichen Ausbau von Abschottungs- und Polizeimaßnahmen um?

Die Studiengruppe Informationsdesign setzt sich in den kommenden beiden Semestern mit aktuellen Migrationsbewegungen, deren Ursachen und Folgen und der Beziehung dieser zum juristischen Ansatz universeller Menschenrechte auseinander. 

Wie migrieren Menschen aktuell? Welche Wege nehmen sie? Welche Rolle spielen Medien, Kommunikationskanäle, Karten und Bilder? Welche Versprechen treiben migrierende Menschen an? Welche politischen und gesellschaftlichen Subsysteme entwicklen sich aufbauend auf den aktuellen Migrationsbewegungen? Wie kann Kommunikationdesign genutzt werden um spezifische Formen der Migration sichtbar zu machen? Und welche Rolle spielt die nicht-Sichtbarkeit von Migrationsbewegungen? Wie können im Feld der Migration aktive NGOs, zum Beispiel bei der Seenotrettung im Mittelmeer oder in Erstaufnahmelagern, aber auch lokale Akteure im nahen Umfeld, mittels Kommunikationsdesign unterstützt werden? Welche gesamtgesellschaftlichen Diskurse kann Kommunikationsdesign mitentwickeln um Missstände sichtbar und diskutierfähig zu machen?

Zu einer weiterführenden theoretischen Einbettung soll die Konzeption der Menschenrechte mit dem Thema Migration in Bezug gesetzt werden. Ist zum Beispiel Seenotrettung eine Form der aktiven Ausübung der UN Menschenrechtscharta? In welcher Form und auf welcher Basis werden Verstöße gegen die Menschenrechte wie beispielsweise aktuell laufende Push-Back Aktivitäten europäischer Akteure rechtlich untersucht? Auch hier: Wie kann Kommunikationsdesign laufende reale Themenfelder unterstützen und eigene Beiträge formulieren und thematisieren? 

Im Austausch mit dem Netzwerk “Building the Future”, initiiert durch das Kollektiv PEROU/Paris arbeiten wir gemeinsam mit anderen internationalen Hochschulen an der Frage: Können die universellen Menschenrechte als immaterielles Weltkulturerbe verstanden und anerkannt werden? 

PEROU schreibt:
“We declare that the gestures of the lifeguards as well as all the gestures of hospitality, care, benevolence, friendship, joy that are deployed on the path of migrants, are of a priceless beauty and significance. This is why we are conducting a request to UNESCO aiming to inscribe them on the Intangible Cultural Heritage of Humanity.”

Die Annäherung an das Thema wird auf bereits bestehende Kooperation mit Sea-Watch e.V. / Berlin, Crosslocation/Helsinki, Forensic Oceanography/London, Territorial Agency/London, Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung PICC/ Potsdam und weiteren zurückgreifen. Es ist aber auch denkbar individuelle und neue Allianzen zu suchen.

Arbeitsweise
• 
konkrete Aufgaben- und Fragestellungen werden von den Studierenden entwickelt
• In der Auftaktwoche wie auch in regelmäßigen gemeinsamen Austausch- und Inputformaten diskutieren wird in großer Runde Beobachtungen, Ideen, Mißverständnisse und Projektansätze
• Wir arbeiten wieder in Gruppen, weil uns nicht nur der Austausch, sondern das produktive gemeinsame entwickeln entlang der gemeinsamen Fragestellung interessiert.
• Im Rahmen von Workshopformaten setzen wir uns mit der Produktion von Bildern auf der Basis von Daten (Datenvisualisierung, Storytelling, GIS) und deren Relevanz (Data-Activism, Countermapping, Participatory Mapping) auseinander
• Wir sind dabei explizit medial nicht eingeschränkt sondern agieren nach inhaltlichem Bedarf. Räumliche Interventionen, Ausstellungen sind dabei ebenso möglich wie Grafik, Film und digitale Ansätze. 

Voraussetzungen
Bereitschaft für eine ernsthafte, kontinuierliche und intensive Auseinandersetzung mit den Themen und mit unseren Gesprächspartnern wird vorausgesetzt. Im Laufe des Semesters setzen wir uns auch mit der eigenen Arbeitsmethodik und den Arbeitswerkzeugen auseinander und entwickeln unsere eigenen Tools. Das Projekt richtet sich an Studierende aus dem Hauptstudium im Kommunikationsdesign, steht aber nach Rücksprache auch offen für interessierte Studierende anderer Studiengänge.

Wichtig:
Teilnehmende Studierende sind nicht verpflichtet an beiden Semestern teilzunehmen. Sie können aber auf die eigenen Erfahrungen aus dem Vorsemester aufbauen und ihre Entwürfe mit Partnern aus realpolitischen Kontexten abgleichen, weiterentwickeln, überprüfen und einsetzen. 

Dem allen liegt ein Verständnis von Design als interdisziplinäre Tätigkeit zugrunde, die ihren eigenen Beitrag aus der engen Auseinandersetzung und der Zusammenarbeit mit Anderen entwickelt und Kommunikationsdesign als Praxis versteht, die nicht im Beschreiben verhaftet bleibt sondern sich positioniert, vorschlägt, entwirft und produktiv beiträgt.

Protocols:
2021-10-26 - ROSA _ Rolling Savespace

The non-profit organisation ROSA was founded in March, 2021. It describes itself as a political organisation with an intersectional view of society; working with a queer-feminist and anti-racist consensus.

As founding members of ROSA, we find ourselves solely of white origin and without a migration history. It is important to us that we reflect upon racism, critically examining the potential connection between our work and post-colonial hierarchies. We would like to use our privilege of growing up as white Europeans to bring the Rolling Safespace into being and therefore, to provide help where it is urgently needed.

ROSA explicitly advocates for a solidarity-based Europe that respects human rights, calls for institutional action against humanitarian catastrophes at the European external borders and promotes gender empowering aid strategies!

Our vision – why are we doing this?
In 2019, 1% of the world’s population was on the run.
Almost half of them were female (48%) (see UNHCR Global Trends 2019).
The situation of women* fleeing is unlike that of men, characterised by additional, gender-specific burdens and challenges (see Sexual and gender-based violence against refugee women: a hidden aspect of the refugee ”crisis“).

The small number of non-governmental organisations and offers of help available to refugees at the European borders are rarely adapted to the needs of women.
ROSA is currently being established as a non-profit organisation who’s aim is to be a mobile base for female refugees in crisis. ROSA’s ambition is to provide guidance in the maintenance of psychological and physical wellbeing, offering culturally sensitive medical advice in conjunction with a safe, adaptive, networking and meeting space for women
.
We want to build sustainable policies to support women* and children on the move. To do this, we want to collaborate with existing projects in line with local situations.

Coop Pad:

https://docs.google.com/drawings/d/1l47y8-y-LQdfP0YkkqPhdGesQLowi40Dedw3NcoxXsA/edit

https://www.rolling-safespace.org/en/about-rosa-e-v/#Vision_en


author(s):
  • Felix Egle
2021-10-01 - PEROU Building the Future

BUILDING THE FUTURE
invitation to schools and research & creation institutes in art, design, architecture, performing arts and multiple writings to take part in the design of a ship for the Mediterranean Sea.
VPLPdesign, Civic City, Atelier Marc Ferrand, Charlotte Cauwer, Marielle Macé, PEROU / May 2021.
We declare that the gestures of the lifeguards as well as all the gestures of hospitality, care, benevolence, friendship, joy that are deployed on the path of migrants, are of a priceless beauty and significance. This is why we are conducting a request to UNESCO aiming to inscribe them on the Intangible Cultural Heritage of Humanity. As part of this process, we are developing several projects aimed at supporting, amplifying and transmitting these
gestures to future generations. Building a European fleet of vessels and making them available to organizations working in the Mediterranean Sea is one of the axes of this preservation plan. Today we gather an assembly of designers determined to build the first ship of this fleet. Its provisional name: NAVIRE AVENIR [VESSEL FUTURE].
In collaboration with operators and lifeguards, we have developed in recent months the first sketches of this ship. It has four characteristics: it is a pioneering tool for intervention at sea; it is a place designed for the reception and care of the survivors; it is a place of collective life shaping itself as a Mediterranean public place; and it is a laboratory offering the conditions on board for a research placement allowing the creation of nine more ships.
We need to complete the technical, financial and legal documents for the project in the spring of 2022 and thus answer the many questions that arise in order to give this ship the dimension of a common and civic endeavor. We therefore call to schools and research and creation institutes to take up, from September 2021 and for one semester, the creative challenges that arise


author(s):
  • Felix Egle
2021-11-11 - Interview with Stéphane Broc’h, maritim manager, SOS Méditerranée by Elsa Ricq-Amour, Caroline Gillet, Mathilde Rouiller, Silvia Dore, Eddy Terki

11 November 2021, Centre chorégraphique national de Montpellier

  • About the different scenarios of life and intervention according to the time spent on board and the number of people on board
  • About the projects that can be developed on accompaniment, signage, narrative, space.
    What is the desire of the survivors to express themselves, how do we apprehend it?
    What prevails on arrival is shock. Life on board systematically begins with a long period of silence.
    The desire to express oneself and the desire for dialogue therefore depend on the time spent on board. Little by little, if time permits, the possibility of being present to oneself and to others re-emerges.
    What are the group dynamics on board?
    A dynamic is created according to various factors, but rarely on the scale of the whole ship. This dynamic exists and develops according to the stories that have taken place on board the boats before joining the Ocean Viking, or even in the territories before the crossing.
    Micro-societies are re-created on board quite quickly, automatically, according to the history of each person, their origin.
    What possibility of communication with the territories on board.
    SOS Méditerranée cannot provide Internet access to the survivors, firstly for economic reasons: it costs 30,000 euros per month to obtain a wifi network for 300 people; currently on the Ocean Viking, there is a connection capacity for 50 people, which is therefore reserved for the crew.
    A second point is crucial: we do not authorise a link with the destination territory to avoid a single individual on board being an intermediary before the crew decides to connect to the territory to transmit information.
    We cannot therefore imagine providing survivors with a network and telephones.
    How do you see the idea of increasing the number of blankets for the survivors?
    It is important to have a very large stock of blankets, so that blankets are no longer an object of tension. Today this is the case, and robbery or loss is very common.
    But this implies a substantial operational budget, and it raises the question of the presence of a laundry and the hygiene certifications that go with it, especially at the time of the pandemic.
    It is undoubtedly important to think about a possible extension of this object (a day blanket; a night blanket; a sling; a baby carrier - currently mothers use towels). But we must be careful that this object, like many others, is not diverted from its function to harm itself or others (hanging, strangulation, tying, etc.).
    Finally, we must manage to think about these issues while avoiding labelling, rules, identification of people for the distribution of objects, etc. On board, we try to impose as few rules as possible, and we must maintain this global vision.
    What is the link to objects, what are the emotional attachments to objects on board?
    The most important link is to the telephone: they prefer to have a telephone than papers. People especially need to be connected with someone close to them, with someone in the family, and the migration is a time of detachment from objects. It is also a time of loss of objects: in prison, in the detention centre, then on the boats, objects are seized, lost, broken. This is how it is, until they are dressed: they are thrown on board, they are given new clothes. There is no more attachment except to one’s skin: one must save one’s skin.
    Sometimes small notebooks or means of paper expression are given on board, which allows some to write or draw, to testify to their experience. But all this is generally left on board, and not brought by the people. There seems to be no need to carry the experience of what has just taken place on board. But we try to archive this.
    It is undoubtedly very interesting to continue and increase the provision of paper, pencils, blackboards, notebooks and games. And without doubt we need to deploy the means to preserve these gestures and these expressions of lived history, to cultivate this memory.
    What are the games on board?
    On board the Ocean Viking, a checkerboard is laid out on the floor, and the survivors play checkers by making tokens out of water bottle caps.
    Card games are also played, but it is always necessary to have crew members involved to play with them, and to manage conflicts, tensions, the fair distribution of games, etc.
    This readiness to play and the desire to form groups to play always depends on the time spent on board. First comes the rest, and the feeling of being safe. Then there is presence to oneself, a possible quietude. Then presence with others, a thinkable relationship.
    What are the signage elements and the use of languages on board?
    There are some necessary, crucial invariants: indicating the way to the hospital on board; indicating the assembly point where one must meet in an emergency in case of abandonment of the ship; indicating a telephone line for psychological care on land (today it is the telephone number of the Red Cross in Italy)
    On the Ocean Viking there are also laminated files on the walls in several areas to provide information, but this is very partial information. The most important communication on board is gestural communication.
    The crew is able to speak and translate in French, Arabic and English. Sometimes we manage to find translators from these languages into other languages spoken by the survivors.
    Mini Italian courses are offered when possible, and especially when we are sure that an Italian port is open on the horizon. These courses are carried out in a very precarious way, they are improvised on a blackboard, with a very succinct list of typical words and phrases in Italian.
    What are the possible and desirable extensions in terms of signage?
    We should probably avoid too much signage so as not to saturate the space. We need to find a way of illustrating so that the messages are easily understood, without having to be read or deciphered. We must therefore certainly work on pictograms.
    We could have an on-board translation tool in the form, for example, of a tablet available to everyone, with the possibility of using one’s mother tongue, the language of the country of arrival, etc.
    We could develop the mapping tool: it is a very interesting interactive interface, allowing survivors to find their bearings at sea. It can be a simple way of orientating oneself, looking in which direction we’re going, understanding which point of the coast we are approaching.
    What is the relationship that the ship can establish with the territory of arrival?
    To prepare for disembarkation would be to prepare for police violence. We know that on land, people will be confronted with fingerprinting, photographs, interrogations (about the identity of the smugglers in particular). We have evidence of inhumane practices in detention centres, but we cannot let these elements appear without creating unmanageable tensions on board. And we are rescuers who place ourselves under maritime law, and our mission at sea cannot have any continuity on the shore: we must repatriate people to the nearest ports, and stick to this mission, otherwise we would be illegal.
    What is the possibility on board for ritual practices?
    There was more space on the Aquarius, the previous ship, than on the Viking Ocean. It allowed for more movement, circulation, mobility, views.
    The crew often points in the direction of «the East», thus indicating the right direction to pray. Recollection, prayer, is more about orientation and temporality (when to pray?) than about space, than about the need for a place to do it. Orientation is enough to choose a place to isolate oneself.
    The link to worship is very strong: the moment of prayer can become collective and unite everyone in belief without religious distinction. There is no gender separation at the time of prayer either. Groups are formed more around activities: singing for women; dancing for men and women; music for men. Often these activities lead to a party.
    Meals are more of a resource than a time for socialising.
    What is the role of care on board?
    There are three teams on board: the rescue team, the care team and the daily care team. The reality of the ship is that it provides care all the time: on arrival, people drop off, they often fall ill at that moment, something finally gives way.
    There is a medical emergency area: a doctor, two nurses and a midwife make up the team in charge of this area.
    There is no place dedicated to listening and talking. This is taken care of by the crew itself. There is a great need for this, but there is no space to do this properly.
    The teams on board are in constant contact with the shore teams, who thus have support, obtain advice, etc. Moreover, systematic psychological support has been set up for the rescuers after their missions, and we realised that there was a great need for care for the rescuers themselves.
    What are the necessary extensions of this?
    We could perhaps imagine a link between the survivors who have arrived and those on board: support, feedback, advice, information, a link that can be created between those who have passed and those who are arriving.
    We also need new somatic practices on board, we know this, we name it, but we don’t have the space available for this, to welcome other carers, for other forms of support. This is a real need.
    We also need to develop care for carers, it’s essential, and on board no doubt, to enable people to intervene better, to help better, to save better.
    We should therefore perhaps increase the number of help and listening links between the ship and the territory.
    What is the place of privacy on board?
    The blanket is the main restraint and protection system, for adults and children. It is a crucial, vital element.
    It is necessary to ensure the separation of women and men in the dormitories, even if there is a father, he must remain separate from the family, as the man has become a threat, a potential danger,
    preventing the women from finding the necessary tranquillity to rest.
    The question of privacy also arises for the crew members. Sometimes there are 2 or 3 of them per cabin, there is no privacy, and it is very difficult for the daily life.
    What are the possible extensions?
    In the space of sleep, people could find signs, words, songs from the countries of origin, and find there, in the intimacy, the link with what is dear, precious, and which they have left.
    But we must always find a form of neutrality in the messages, in the information on board. We have to be careful not to saturate the space, not to give too much space to our own beliefs. We may project a lot of ideas, but the spaces must remain empty, silent, so that people are not overwhelmed.
    This neutrality, this restraint, are also the conditions for the possibility of expression. Making the people on board capable is a great challenge.
entretienstephanesos_111121.pdf

author(s):
  • Felix Egle
2021-11-22 - UPDATE PEROU

Hello to all of you,

This word to send you some elements about our common project, hoping that everything goes as you wish from Warsaw to Santiago de Chile!
We have translated into English the video presentation of the project by Marc Van Peteghem and Marc Ferrand, it can be seen here : vimeo.com/manage/videos/648800568
You will also find attached the updated plans of the ship, this after the workshop conducted from 8 to 12 November at the Centre chorégraphique de Montpellier where we worked on the place-bridge and the refuge-bridge.
Finally, you will also find attached a document listing all the teams involved in the project as well as initial information on the research projects of each of them. Do not hesitate to send us the necessary modifications, the elements of information about your institutions, your teams, the work you are developing, so that we can update this document: this vision of the geography of the subjects is important for all of us.

We remind you that we will organise a small public presentation of the project on 9 December at Coco Velten (www.cocovelten.org) in Marseille. On this occasion we would like to make our assembly visible by hanging in the space an image and a question per research topic. Could you please send us this image and question before 1 December?
We will also quickly send you a report on the Montpellier workshop and an interview with Stéphane Broc'h, maritim manager of SOS Méditerranée, on various aspects of life on board the ship. Some members of the team will be visiting the Ocean Viking on Friday 26 November, so please let us know if you would like us to document any particular aspect of the ship.

See you soon,
Sébastien for the Avenir team

PS: Impossible to send an email to the 300 people who are on this list, I am obliged to cut up the mailing; I will circulate the answers and information to all.

navire_groupes_221121.odt plansavenir_111121.pdf

author(s):
  • Felix Egle
2021-11-15 -
  1. About the landing of the survivors.
    One of these questions concerns the "aftermath": where do people disembark, and what happens once they set foot on the shore? Before answering, I would like to underline that the ship we are building is also intended to be a renewed narrative on action at sea, on hospitality in Europe, on the relationship between land and sea, on the articulation between the shore collectives and the survivors. So the situation today may not (should not) be the situation tomorrow.
    Then, to answer more precisely, all the NGOs in action today are in contact with the state authorities at the time of disembarkation: access to ports is authorised by the administrations that manage the disembarkation. We are especially familiar with the situation in Italy, since the SOS Méditerranée ships often disembark in Italian ports. Here, the survivors are received by the administrative services, which take their names and fingerprints, as well as by associations involved in disembarkation and care (Red Cross, etc). People are often placed in quarantine, sometimes in ships at the quayside. Finally, they are put on the « normal » route: asylum application, detention centre, procedure. NGOs are not involved in this phase at all, and their work stops on the shore. Often, the survivors are refused asylum and end up with an "obligation to leave the territory" which they themselves must ensure, which is obviously unthinkable. So people end up on the pavements of our cities.
    The situation is obviously not acceptable today. But this "Avenir" ship must allow new relationships to be established with those who provide hospitality on earth, it must allow us to orientate, inform, connect, establish and build relationships across borders. These are some of the issues at stake in the research projects included in the chapter "Relating and arriving".

I am attaching some images of the last landing organised by SOS Méditerranée in Augusta, Sicily.

  1. About the progress of the architectural project.

We have just had a week's workshop at the Centre Chorégraphique de Montpellier where we worked on the rest (Refuge, Bridge, etc). We will very soon send you images and informations on what we have been working on.

For the moment, I am sending you a short video shot on the spot with Marc Van Peteghem and Marc Ferrand who describe the project: https://vimeo.com/manage/videos/645811754/analytics

  1. About the collective of 50 research teams.

We have learned that the meeting in Venice has been cancelled for budgetary reasons. But we would still like to gather all the information that will allow us to see what subjects each of them is working on.
Could you please send us some information on this subject?

  • the city where you work ;
  • the institution or name of your research group
  • the disciplinary field
  • the subject(s) worked on
  • one image per subject
  • one question per subject
  • possibly a short text

We will soon organise a new meeting with Civic City with all the teams so that information can circulate as well as possible.
We will also talk about the deadlines, and in particular the meeting at the Mucem in Marseille where we hope to see you all.

Best,
Sébastien

Note that I can't send this email to everyone at once (about 200 people), so this email is sent to subgroups. I hope we will find a way to do this better soon !

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author(s):
  • Felix Egle
2021-11-28 - Workshop Montpellier

This is the now almost traditional email from the beginning of the week to send you some new informations !

As you know, we organised a workshop at the Centre chorégraphique de Montpellier at the beginning of November on resting on board, with architects, designers, graphic designers, choreographers and artists. The report in pictures can be downloaded here : https://we.tl/t-87kWHeDAHe
On this occasion, we conducted an interview with Stéphane, a sailor from SOS Méditerranée, focusing on living conditions on board, privacy and rest. The transcript of this interview is attached.

We are preparing a meeting in Marseille on 9 December and we would have liked to receive from each of the teams an image (reference or project) and a question (problematic) in relation to each of the research topics worked on. We will make a print of the images in A3 format and display them in Coco Velten's space. It would be great to get these elements before Wednesday.

workshopmontpellie_1121_compressed.pdf

author(s):
  • Felix Egle
Files:
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J_21-22

Osamas Map

Status:
Ongoing
Aspects:
mapping, exhibition
Team:
Seifeldeen Hesham
Protocols:
2021-11-10 - Presentation "Doing Display"

Working Question:
How Display components expand from antiquated methods to tangible sceneric experiences?
The following are analytical observations resulted after a field research in Das
Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung, Berlin, Oct 2021.
According to the official statement of the center, the exhibition displays personal belongings
(announced as “original” objects), documents and photographs. The statement also
demonstrates the display as a “multifaceted” presentation.
The method of representation was formed through a categorical system, based on the
“purpose of use” of each item (transportation, financial aids, etc.) with neglection to
historical or geographical frames of reference. The exhibition backstage(s) (immigration
routes, causes, time and spatial dimensions) were faded through the unification process to
form the display podiums.
The objectification of the exhibits formulated inconsequential narratives for the viewer,
resulting in a visually oriented display, rather than a comprehensive informative narration,
which is a direct contradiction to the “Dokumentationszentrum” official objective: “The
center provides information about the causes, dimensions, and consequences of displacement,
expulsion and forced migration”. as the focal point was not the coherence of the Exhibits, but
the display itself.
As a case study, I selected an exhibited map of the flee road from Syria to Germany, from the
included visual language, the Exhibit belongs to a Syrian Child named Osama, in Germany
{Ca. 2011-2020}, displayed anonymously without further information.
The map is a visual display of its (or Osama’s) backstage journey, however, the anonymity of
display raised our uncertainty around the piece, whether it was done spontaneously by the
child, or under adult supervision, whether it was expressed out of neutrality or is there hidden
agendas embedded behind it. The viewer’s involvement here is questioning the curators
approach, rather the displayed item itself, which is the purpose of such a specialized
exhibition.
Within our field research, we captured an image of the item, built further analysis on the
communicated massage. We reached that, surprisingly, Osama (the child) had a better display
method for his experience than the curators. The anonymity of the display and the pre-settled
categorical system declined our receptacle analysis on the item, until it was taken out of the
display context. The display was misleading that even some of us (Master Students on a field
research mission) did not even notice the exhibited item at all.
As the discussed exhibit is a demonstration of a geographical journey, with a focal point on
the spatial aspect in correlation with fleeing obstacles, the suggested display method is to
present the communicated information as a scenery method, in a room-based experience with
spatial aspects that applied the kid’s visualization as a reference to guide the visitors, by
mapping his perceptions onto the exhibition space; 9 rooms, reflecting 9 journey steps. Each
room to include a digital display portal, playing archived video/audio materials that correlate
to the same estimated locations, and circumstances visualized on the map; Here the visitor’s
involvement will be oriented on formulating comparative analysis of what happened on
camera, and how a kid’s interpretation could conceptualize it.

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author(s):
  • Felix Egle
Files:
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I_21

Strukturwandel

Status:
Ongoing
Aspects:
economy, space
Team:
Bettina Nagler, Karen Czock, Greta Much, Amelie Neb
Description:
Research on modes and tools for participation within the coal transformation in eastern germany.

Research on modes and tools for participation within the coal transformation in eastern germany.

To-dos:
  • Umsetzung Coding (finanziert)
  • PDF an Civixx etc
Protocols:
2021-05-25 - Online Sketch

https://burgfunk.de/initiatives-map/


author(s):
  • Felix Egle
2021-06-01 - Konzeption generell

Im August 2020 hat der Bundestag mit Zustimmung des Bundesrates das “Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen” beschlossen: Im Zuge des Ausstiegs aus dem Braunkohleabbau und der Verstromung von Braunkohle sollen bis 2038 Finanzhilfen in das Wirtschaftswachstum unter anderem des Mitteldeutschen Reviers Sachsen-Anhalt fließen, die nach einem ökonomischen, ökologischen und sozialen Verständnis eine nachhaltige Entwicklung der Region fördern sollen.
Die Studienschwerpunkte Fotografie und Informationsdesign nehmen diesen Be-schluss gemeinsam zum Anlass, sich mit den Folgen von Extraktivismus, Klima- und Strukturwandel für die Landschaft und die Bewohner*innen der Region zu beschäftigen. Der Titel ist eine Herausforderung, dabei in zwei Richtungen zu denken. Nach den Regeln der Normalität: Sich an die Regeln halten und diese Normalität erzeugen. Uns interessiert, wen wir konkret mit unserer Expertise und unseren Werkzeugen unter-stützen können. Mit wem gestalten wir? In Treffen, Gesprächen und Austausch versuchen wir Formen von Gemeinschaft, Gemeinwohl-Ökonomie und lokaler Organisationsstruktur zu verstehen, zu unterstützen und hierfür Bilder zu entwickeln. Darauf aufbauend entwickeln wir mögliche produktive Beiträge für bestehende Formen von Bürgerbeteiligungen und anderen partizipativen Planungsformaten in der Region.Unser Ansatz: Durch Gespräche mit verschiedenen, größtenteils zivilgesellschaftlichen Akteur*innen, die sich im Bereich Strukturwandel engagieren, konnten wir einen spannenden Einblick in die unterschiedlichen Perspektiven im Hinblick auf Visionen, Projekte und Kritik am Prozess gewinnen.
Neben vielen kleinen Herausforderungen konnten wir an erster Stelle eine Kritik an der Transparenz des bisherigen Prozesses feststellen. Wir denken, dass wir an dieser Stelle einen Beitrag als Gestalterinnen leisten können und möchten daher verschiedene Übersichten erstellen:

  1. Wo gehen die Strukturwandelgelder hin?
  2. Wer wird gefördert?
  3. Was passiert bereits? Welche Initiativen/zivilgesellschaftliche Akteure gibt es mit welchen Visionen und Projekten
  4. Welche Hindernisse im Prozess gibt es?Zusätzlich möchten wir ein Glossar mit wichtigen Begriffen anlegen.
    Während 1) und 2) eher Ergebnis einer Recherche sind, sollen 3) und 4) aus Gesprächen und gemeinsam mit einigen Initiativen entwickelt werden. Ob sich daraus z.B. eine digitale Karte der Initiativen vor Ort entwickelt, bleibt offen. Wir sind mit dem überregionalen Bündnis für Strukturwandel im Gespräch, um ihnen unsere Ergebnisse als Material zur Verfügung zu stellen.
    Zudem haben wir die Chance, am Ende des Projektes ca. 4 Seiten der regionalen Mitteldeutsche Zeitung zu bespielen. Hier möchten wir ebenfalls die Initiativen zu Wort kommen lassen.

author(s):
  • Felix Egle
2021-07-13 - Präsentation Netzwerk App

Eine digitale Plattform soll das Potential und Engagement in der Region Bündeln und Formate des Austauschs schaffen.

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author(s):
  • Felix Egle
2021-10-26 - Aufbau und Prinzip der Plattform

author(s):
  • Felix Egle
2021-10-26 - How To Use Video

author(s):
  • Felix Egle
2021-05-19 - Kooperation mit EnergieAvantgarde

eMail der EA:
Zusätzlich liegt im Anhang unser Portfolio zu den laufenden Projekten. Bitte vertraulich behandeln, da wir noch keine Freigabe vom Bundesministerium für Bildung und Forschung haben. Ohne die Freigabe dürfen wir nichts über die vom BMBF finanzierten Projekte in die Öffentlichkeit tragen.

Unsere Ideen:

  1. Reichweite der EAA erhöhen; moderne Tools/Methoden für die sozialen Netzwerke
  2. Stakeholder Empowerment Tools für Prosuming; in unserem Fall für das Produzieren und Konsumieren von Energie; einen Eindruck vom bereits entwickelten Tool für erneuerbare Energiewandler bekommt ihr unter: https://wam.rl-institut.de/stemp_abw/app/ eine Weiter- oder Neuentwicklung für Prosuming könnte folgen
  3. Beteiligungsformate für Transformationsprozesse generell als auch im speziellen für Klimaanpassung durch sozio-technische Optionen im laufenden Projekt flexitility am Beispiel der Stadt Bitterfeld-Wolfen
  4. Projekt Interpyro; a) kartographische Darstellung von Biomassen; natürliche Reproduktion, Biomasseströme, Nutzungspfade, Druck auf Landnutzung durch weitere Bedarfe wie Nahrungsmittel und Biodiversität- wie können diese verhandelt werden, wieviel Fläche bleibt für welchen Zweck? b) Wisenswiki in dem Erkenntnisse aus der Forschung aufbereitet und einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden
  5. Projekt Intensify; CO2 Einsparung durch zwei Aktionsmaßnamen: a) E-mobile Stadt Dessau und b) klimaneutrale Veranstaltungen in Ferropolis
  6. Wahlumfrage; a) Auswertung der Umfrageergebnisse der Politikerbefragung und Produktion eines Videos für den Kanal der EAA; b) identische Fragen an die Zivilgesellschaft stellen und Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu den Antworten der Politiker identifizieren/herausarbeiten/darstellen

Nach meiner Einschätzung würde der Punkt 4 aufgrund der Zeitachse entfallen. Das Projekt hat erst begonnen und in 5 Wochen werden wir keine verwertbaren Inhalte produzieren können.

projekte-portfolio-energie-anvantgarde.pdf

author(s):
  • Felix Egle
2021-11-08 - Weitere Bearbeitung

Können wir einen weiteren Austausch mit Civixx denken?
Ggf. eine HiWi Stelle andenken in der ein Austausch weiter entwickelt werden kann. SI / Hochschule als Schnittstelle. Es gibt immer eine Stelle die mit Kooperativen vor Ort zusammen arbeitet, supported. Embedded Design Studentship


author(s):
  • Felix Egle
Files:
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J_21-22

THE STATE Extracurricular Lecture Series

Status:
Ongoing
Aspects:
political sciences, theory
Team:
Studiengruppe Informationsdesign
Partners:
Atilla Güney Melehat Kutun Ezgi Pınar
Description:
This course brings forward a methodological approach to the state. After a long break, debates on the role and the nature of the state are, once again, at the

This course brings forward a methodological approach to the state. After a long break, debates on the role and the nature of the state are, once again, at the center of contemporary politics and hence the agenda of political theory. There are several reasons, such as erosion of liberal democracy, rising authoritarianism, which affect revisiting the state. On the other hand, the problem of migration exceeding boundaries of national states, violations of human rights both at the national and international level, also primary factors triggering the discussion on the state both as a concept and reality. This course aims to draw attention to competing accounts about the nature, functions, and the changing structure of the state, in the light of these changes. In doing this, the existing approaches such as the Weberian approach, liberal/neoliberal theories, structural-functionalist accounts, Marxist, and post-Marxist state theory(s) will be elaborated. After a comparative elaboration of these approaches, the capitalist state both as a concrete entity and conceptual abstraction will be analysed and its theoretical roots will be questioned. Assessing the existing methodologies and addressing alternative methodologies is the fundamental aim of this course.

INSTRUCTORS:
● Prof. Dr Atilla Güney concluded his PhD with thesis titled State Intervention in Turkey: An Assessment of the Relationship Between the Political and the Economic Sphere at Middle East Technical University, Institute of Social Sciences. When he was working in Mersin University, department of Public Administration, he was purged with an emergency decree of law and banned from University for signing the Academics for Peace Petition in April 2017. Amongst his fields of interests are political philosophies, state theories, epistemology in social sciences. Güney has written in 2019 a book titled Sosyolojinin Marksist Reddiyesi and published by Yordam Kitap.
● Dr Ezgi Pınar currently carries out her post-doctoral studies in Philipps-Universität Marburg. She worked as a research assistant at Middle East Technical University and Istanbul University in Turkey. She completed her Ph.D. dissertation titled The Question of Labour Force Management in Turkey: VET Policies from the State-Capital Relations Perspective in 2016. She studied the working-class formation in the Democrat Party period in her master degree. She published on the integration of Syrian migrant workers to the labour market in Turkey, on labour force management and state-capital relations in Turkey with respect to education policy. Her most recent publication is A labour-oriented perspective on regime discussions in Turkey in Regime Change in Turkey (2020, Routledge). Her research interests include theories of state and neoliberal restructuring, critical political economy, labour politics, and Turkish Politics. Featuring academic collaboration, she is involved in the tandem teaching program of Off-University.
● Dr Melehat Kutun is currently Einstein research fellow at Humboldt Universität zu Berlin. She worked Mersin University and Gazi University in Turkey. She was a guest lecturer and Philipp Schwartz fellow (2017–2020) at Universität Kassel. She has been a visiting PhD student at University of York (2009–2010), researcher at University of York in England (2015–2016). Her research interests based on the contemporary political theory, critical state theories, Turkish politics and comparative studies. Her latest editorial book, with Babacan, E., Pınar, E., Yılmaz, Z., is Regime Change in Turkey. Neoliberal Authoritarianism, Islamism, and Hegemony, Routledge: London. She is involved in the tandem teaching program of Off-University.

Links:
Protocols:
2021-10-11 - Session #1/6 Introduction: Main Approaches on the Modern State
states-and-societies_d.-held_chapter-1.pdf the-state-mindmap-a3.pdf the-state_week-1-staterevisiting-pp.pptx

author(s):
  • Felix Egle
2021-10-25 - Session #2/6 Introduction: On Pluralism
the-state_-week-2-pluralism.pdf

author(s):
  • Felix Egle
2021-11-15 - Session #3/6 Social Tradition in State Theory
week-3-weber-s-theory-of-state_steven-loyal.pdf steven-loyal-bourdieus-theory-of-the-state-pp-7-38.pdf week-3-weber-s-definition-of-the-power.pdf

author(s):
  • Felix Egle
2021-11-15 - Session #4/6 Biopolitics
thomas-lemke-foucault-governmentality-and-critique-ch2-ch3.pdf

author(s):
  • Felix Egle
Files:
states-and-societies_d.-held_chapter-1.pdf steven-loyal-bourdieus-theory-of-the-state-pp-7-38.pdf the-state-mindmap-a3.pdf the-state_-week-2-pluralism.pdf the-state_ankundigung_1.jpg the-state_ankundigung_2.jpg the-state_ankundigung_3.jpg the-state_ankundigung_4.jpg the-state_week-1-staterevisiting-pp.pptx thomas-lemke-foucault-governmentality-and-critique-ch2-ch3.pdf week-3-weber-s-definition-of-the-power.pdf week-3-weber-s-theory-of-state_steven-loyal.pdf
H_20-21 MA

Wahlkampf21

Status:
Ongoing
Aspects:
politics, MA
Team:
Daniel Kobert
Description:
Bürgerinnen und Bürger entscheiden bei der 21. Bundestagswahl über die Verteilung der Macht in den darauf kommenden vier Jahren. Der Wahl kampf der Parteien

Bürgerinnen und Bürger entscheiden bei der 21. Bundestagswahl über die Verteilung der Macht in den darauf kommenden vier Jahren. Der Wahl kampf der Parteien versucht auf diese Stimmabgabe einzuwirken und sie zu ihren Gunsten zu lenken. Bis zum Wahlsonntag werden alle deutschen Parteien versuchen ihre Agenda, ihr Wahl programm best möglichst zu verkaufen um Stammwähler:innen, Unentschlossene und eigenen Sym path­isanten zu überzeugen. Es werden Flyer verteilt, große Versprechen gemacht und eine wunderbare Zukunft vorausgesagt. Ein große Inszenierung. Der Wahl kampf, der schon längs begonnen hat ohne die Wahl plakate an den Straßenschildern kleben. Partei intern und hoch emotional. Aber auch im direkten Wahl kampf auf dem Marktplatz, als Wahl plakat an der Straßen laterne oder als Insta gram Story sollen Wähler:in soll für sich gewon­nen werden. Die Kam pagnen der Parteien haben sich in den letzten Jahren auch in das Internet und den da­mit verbundenen sozialen Massen medien verfestigt. Hackerangriffe aus dem Ausland auf empfindlichen Daten deutscher Politiker um Einfluss auf die Wahl zu bekommen, sind nach der letzten Wahl auch in Deutschland präsent. Das Spannungsfeld zwischen Politik, Medien und Öffentlichkeit das sich im Wahl kampf herauskristallisiert soll einen besondere Stellung in der Arbeit bekommen. Ziel dieses Projekt soll den Wahl kampf greifbar und nahbar machen. Der Wahlkampf als hochkomplexes Themen feld.

Links:
Protocols:
2021-05-12 - Fehlende Datensätze über Polizeigewalt

In Zeiten von digitalem Wandel, „BigData“ und der Aufstockung digitaler Überwachungsmittel staatlicher Behörden wird die Datensammlung ebendieser immer wichtiger zu beobachten und zu kommentieren. So treten praktische, ethische oder konzeptionelle Fragen im Zusammenhang mit Datensätze in Erscheinung.

Warum Daten überhaupt sammeln?

Vollständige Datensätze helfen bei der schnellen Identifizierung von Personen, sind Informationswiedergabe und ein wichtiger Aspekt bei der Veranschauung von Sachverhalten. Des Weiteren sind sie politisches Druckmittel aller Art, unterliegen aber auch dem Datenschutz bei Erhebung, Speicherung, Verarbeitung und Nutzung derer.

Die nicht vorhandenen Daten geben uns großen Aufschluss auf was wir ignorieren oder wir als nicht wert genug erachten zu sammeln und in Datensätze einzupflegen. Dass wiederum lässt Rückschlüsse auf kulturelle Gegebenheiten, Vorurteile und Gleichgültigkeiten zu.
Was sind Datensätze und was sind fehlende oder unterlassene Datensätze?
Datensätze sind gekoppelte, miteinander verbundenen und/oder eigenständige Daten die in der statistischen Verarbeitung (hier Polizeibehörde) weiterverarbeitet werden. Die Struktur der Daten ist dabei von Satz zu Satz unterschiedlich organisiert und geordnet. Der Datensatz eines Telefonbuches beinhaltet beispielsweise Vor- und Zuname, Adresse und die Telefonnummer. Polizeibehörden nutzen Datensätze, um Personen zu identifizieren, zu beschreiben und in verschiedenen Felder einzuordnen. Das wichtigste Tool der Behörden ist das sogenannte INPOL-neu (Informationssystem Polizei neu), es funktioniert als ein Art-Verbundsystem der verschiedenen Polizeibehörden des Bundes (Bundeskriminalamt, Bundespolizei und Zollkriminalamt) und den Polizeibehörden der 16 Bundesländer. Das INPOL-neu ist ein Verbund von Datenbanken, von denen jede einzelne Behörde ihr eigenes Teilsystem unterhält.
Warum Datensätze fehlen oder sie gar in ihrer Erstellung unterlassen werden hat oft mehrere Gründe. Die Datenerfassung hat viele kleine und größere Unwägbarkeiten bei der praktischen Ausführung. Einer der wichtigsten Gründe für unterlassene Datensätze ist sicher der fehlende Anreiz derer die, die Ressourcen zum Sammeln von Daten haben (hier Polizeibehörde). Ein gut geeignetes Beispiel ist hierfür die Polizeigewalt über die es keine strengen Datensätze gibt und die, die es gibt, verschleiert werden. So kommt es auch selten zu einer Verurteilung da hier Polizei gegen Polizei ermitteln muss, was oft zu einem Freispruch führt. Man möchte keine allzu belastenden Beweise gegen Kolleg*innen sammeln da so ein schlechtes Bild auf die Sicherheitsbehörde fallen könnte.
Ein anderer Grund ist die festgefahrene Struktur einer so großen Behörde wie die der Polizei. Die Datenerfassung läuft nach festen Muster und Ritualen ab. Scheinbar vorhandenen Erfahrungen und persönliche Eindrücke werden dabei priorisiert. Mehr oder der Zeit angemessenere Datensätze bedeuten auch mehr Arbeit und müssten auch nach ihrer Nützlichkeit und Belastung untersucht werden. Wie Mimi Onuhoha in ihrer Essay On Missing Data Sets (2018) beschreibt haben fehlenden Datensätze auch Vorteile. Den es gilt zu beachten das wie jedes Vorhandensein eines Datensatzes jemanden zugutekommt, so auch das Fehlen von Daten jemanden zugutekommen kann.
Es muss beachtet werden das diejenigen die Datensätze festlegen, archivieren und katalogisieren immer entscheiden was wichtig ist und was wie gesammelt wird.

Ein strukturelles Problem?

  • Man kann also festhalten, dass Datensätze immer zu hinterfragen sind und eine genauere Betrachtung durchaus Sinn ergibt. Besonderes in einer so schwerfälligen Behörde wie die der Polizei, die eigene Interessen verfolgt, sind die Datenerfassungen transparenter zu gestalten. Diese Strukturen lassen sich nur durch tiefgreifenden Reformen und/oder einer unabhängigen Polizeikontrollkommission verändern.
  • Mehr Daten weniger Probleme?
  • Die Gleichung mehr Daten= weniger Problem ist nicht haltbar. Daten können Debatten anstoßen, Informationen verbinden, Wissen erweitern und Kontexte vertiefen. Parallel dazu werden sie aber die aufgezeigten Probleme nicht verhindern oder mildern. Sie bringen, bei gute erstellten Datensätzen, Licht ins Dunkle und können ein gutes Werkzeug sein um Zustände zu verändern. Des Weiteren müssen Behörden Datensätze an zeitliche Gegebenheiten anpassen und Datensätze feiner justieren. Gerade im digitalen Zeitalter muss dieser Diskurs offen und zielorientiert geführt werden.
  • stetig erweiterbare Liste der fehlenden Datensätze
  • Liste der gesuchten und untergetauchten Nazis.
  • Komplette Liste der in Polizeigewahrsam verstorbenen Menschen.
  • Daten über die selbstverschuldeten Verletzungen von Polizist*innen mittels Pfefferspray.
  • Liste der fehlenden Waffen in den Polizeibehörden.
  • Liste der fehlenden Munition in den Polizeibehörden.
  • Daten über BIPoc die Opfer von Gewalt/Hassverbrechen wurden.
  • Daten über Menschen die sich in Abschiebehaft befinden.
  • Daten über aktive V-Leute im rechten Milieu.
  • Liste der Polizeibehörden die es in Erwägung ziehen Taser, als neue Waffen einzusetzen.
  • Lister der überwachten autonomen Zentren.
  • Daten der Einsatzbefehle bei Querdenker Demonstrationen.
  • Daten der Einsatzbefehle bei „linken“ Demonstrationen.
  • Liste der Polizist*innen die auf illegaler Weise ihren Dienstcomputer verwendet haben.
  • Liste der fehlenden Gegenstände aus den Asservatenkammern der Polizeidirektionen.
  • Daten über Immigranten die ohne Papiere inhaftiert sind.
  • Aufschlüsselung nach sozialer Herkunft der inhaftierten Menschen.
  • Liste der nicht nach gegangenen Anzeigen von Frauen mit dem Tathergang Vergewaltigung.
  • Liste der nicht nach gegangenen Anzeigen von Sexarbeiter*innen mit dem Tathergang Vergewaltigung.
  • Daten über die geimpften Polizist*innen während der Prio1 Phase.
  • Daten über die von der Polizei überwachten Moscheen.
  • Anzahl der Whats-App Gruppen innerhalb der Polizeibehörden.
  • Liste der Polizist*innen die im sogenannten Nordkreuz aktiv sind/waren.
  • Liste der Anzeigen wegen sexueller Nötigung und Belästigung und ihre Aufklärungsquote.
  • Daten über Polizist*innen die mit der AfD sympathisieren.
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author(s):
  • Felix Egle Daniel Kobert
2021-06-01 - Außerparlamentarische Opposition

Aus dem Wunsch meinem MA-Projekt Wahlkampf etwas mehr gesellschaftliche (+persönliche) Gewichtung und Mehrwert zu geben beschäftige ich mich seit kurzem mit der APO, der Außerparlamentarischen Opposition. Das macht schon mit dem Hintergrund meines Stipendiums bei der gewerkschaftlichen Hans-Böckler Stiftung Sinn und weist unweigerlich parallelen und Verbindungen zu meinem Wahlkampf-Thema auf. Das Medium meiner Wahl ist erst einmal eine Zeitung. 308 x 420 mm. s/w.Ich möchte dort wichtigen Themen, die im Wahlkampf nur eine untergeordnete Rolle spie-len, eine Plattform bieten, verschiedenen Gruppen, die sich außerparlamentarisch enga-gieren vorstellen und Leitfaden für politische Diskurse und Eigeninitiative geben. Ein Empowerment.

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  • Felix Egle
2021-06-15 - diskrepanz

diskrepanz

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  • Daniel Kobert
2021-07-14 - Zeitung und Video

Video

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  • Felix Egle
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