Truth v.2085

PROJECT INDEX

STATUS

ASPECTS

PARTNERS

Mahnmal Keupstrasse

YEAR
L_2022-23
STATUS
Ongoing

TEAM

Lara Liske, Lena Würsching, Marie Teigler

DESCRIPTION

 

In Erinnerung an den Bombenanschlag am 19.01.2001 in der Probsteigasse und den Nagelbombenanschlag am 09.06.2004 in der Keupstraße, beide begangen durch das rechtsterroristische NSU Netzwerk In Zusammenarbeit mit Künstler, Direktbetroffenen, Betroffenen und solidarischen

Personen und Initiativen entsteht seit mehreren Jahren in Köln ein kritischer Lern- und Erinnerungsort, um ein würdiges Gedenken zu realisieren. Grundidee des künstlerischen Entwurfes ist es Direktbetroffenen- und Betroffenenperspektive zu zentrieren und an der Entstehung des Projektes zu beteiligen, sie vor allem aber auch in Denkmal selbst und zentral sprechen und auftauchen zu lassen.

In einem an dieser Haltung anknüpfenden Projekt kann es nun darum gehen, die visuellen Formate, welche für die Erstellung eines kritischen Archives, welches die Basis für den Erinnerungsort bilden wird zu gestalten, für die Augmented Reality App eine Gestaltung zu entwickeln und eine Onlinearchiv zu entwickeln.

In Erinnerung an den Bombenanschlag am 19.01.2001 in der Probsteigasse und den Nagelbombenanschlag am 09.06.2004 in der Keupstraße, beide begangen durch das …

PROTOCOLS

● 22.10.10, Projektfindung, Mail von Ulf Aminde 

Kurzbeschreibung eurer Institution, Ziele, Struktur, Links

Ulf Aminde
ist Künstler, Filmemacher und Lehrer. Seine Produktionen verhandeln oft den öffentlichen Raum und werden auch dort gezeigt. Viele der Arbeiten handeln von Kollaborationen und kollektiven Lernumgebungen oder initiieren diese sogar.
In seiner filmischen Arbeit verhandelt er das Potenzial der Selbstermächtigung durch die performative Kamera, Verfremdungseffekte im Dokumentarischen und Strategien der Subjektivierung. Seine filmischen Arbeiten zeichnen sich meist durch Kollaborationen mit den Protagonisten und experimentelle Settings aus.
Seine neuesten Arbeiten beschäftigen sich mit Erinnerung und Widerstand. In Köln entwickelt er ein filmisches und durch den Einsatz von Augmented Reality auch partizipatives, antirassistisches Mahnmal in Erinnerung an die rassistischen Anschläge des terroristischen NSU-Netzwerks in der Probsteigasse und Keupstraße.
2020 realisierte er mit dem Autor und Kurator Manuel Gogos und der Autorin Svenja Leiber das erste transnationale Denkmal der Migration - Straße der Arbeit.
Er ist Professor für Performative Räume an der Kunsthochschule Weißensee, Berlin. Dort initiierte er insbesondere die foundationClass für Künstler*innen und Designer\innen, die aus ihren Heimatländern fliehen mussten. www.ulfaminde.de

Initiative Herkesin Meydanı – Platz für Alle
https://www.facebook.com/DasMahnmalAnDerKeupstrasse https://mahnmal-keupstrasse.de/stellungnahme-ini-hmpfa-01.22.html
Stadt Köln NS Dokumentationszentrum, Hans-Peter Killgus
Das -Dokumentationszentrum zu Erforschung der Geschichte des Nationalsozialismus in Köln wurde im Jahr 1988 eingerichtet. Ab 1995 wurde das EL-DE-Haus mit dem Ziel umgebaut, alle Funktionen des - Dokumentationszentrums unter einem Dach zu vereinigen. Im Juni 1997 wurde die Einrichtung und insbesondere seine Dauerausstellung "Köln im Nationalsozialismus" eröffnet. Das Haus ist jedoch nicht nur Gedenkstätte und Ausstellungs- und Veranstaltungsort, sondern nicht zuletzt auch eine Forschungs- und Bildungseinrichtung.
Die sich aus dieser Funktion ableitenden Aufgaben und Angebote sind vielfältig und reichen von einer Spezialbibliothek über Medien- und Arbeitsräume bis hin zur wissenschaftlichen Dokumentation all dessen, was die -Zeit in Köln mit sich brachte.
https://museenkoeln.de/ns-dokumentationszentrum/start.aspx?s=314

  1. Laufzeit des Projekts (gibt es wichtige Zwischenschritte, Termine, Deadlines etc.)?

Ab sofort.
Jahrestage der Anschläge Probsteigasse 19.1.2001 und Keupstraße 09.06.2004, Veröffentlichungen der ersten Zeitzeug*inneninterviews Frühjahr 2023 Konzepttreffen Keupstraße → Gestaltung des Kuratoriums des Erinnerungsortes im
Herbst 22 (Termin noch unklar)

  1. Was erwartet ihr von uns in der Zusammenarbeit?

Erwartet wird eine konstruktive und positionierte Zusammenarbeit. Positioniert bedeutet Antirassismus und kritischen Weisssein, Solidarität mit Betroffenen und Direktbetroffenen, die Zentrierung ihrer Perspektiven, wie auch die Verhandlung von aktivistischer Arbeit mit Gestaltungsfragen zusammen zu denken. Für mich ist es wichtig eine Atmosphäre des gegenseitigen Lernens aufzusetzen, was für mich auch bedeutet, dass ich bereit bin meine Erfahrungen und Impulse zu teilen, vor allem aber auch sehr interessiert bin andere Methodiken und Perspektiven kennen zu lernen. Ich freue mich über ein gegenseitiges Interesse.
Für das gemeinsame Vorhaben ist es wichtig die solidarische Haltungsfrage und die Bündnischarakter der Tribunale „NSU Komplex auflösen“ kennen zu lernen. Es könnte Sinn machen hierzu aktivistische Personen aus Halle einzuladen.

  1. Ansprechpartnerin (kann sich im Projektverlauf natürlich ändern, aber als erste
    Ansprechperson für die Kontaktaufnahme)

Ulf Aminde
studio@ulfaminde.de

  1. Fünf Aspekte die für euch im Projekt zentral sind

Betroffenenperspektive, Betroffenenperspektive, Betroffenenperspektive ,Kritisches Weißsein, Antirassistischer Aktivismus und Gestaltung als Verhandlung dieser Aspekte

  1. Materialien, Recherche, Referenzen, Dokumente, Vorlagen, Abbildungen etc.
    siehe Anhang
2019-05_vierseiter_end.pdf das-mahnmal-an-der-keupstrasse-modell-texte-und-app-installation-ulf-aminde-kunsthaus-dresden-1.jpeg das-mahnmal-an-der-keupstrasse-modell-texte-und-app-installation-ulf-aminde-kunsthaus-dresden-2.jpeg das-mahnmal-an-der-keupstrasse-modell-texte-und-app-installation-ulf-aminde-kunsthaus-dresden-3.jpeg das-mahnmal-an-der-keupstrasse-modell-texte-und-app-installation-ulf-aminde-kunsthaus-dresden-4.jpeg das-mahnmal-an-der-keupstrasse-modell-texte-und-app-installation-ulf-aminde-kunsthaus-dresden-5.jpeg das-mahnmal-an-der-keupstrasse-modell-texte-und-app-installation-ulf-aminde-kunsthaus-dresden-6.jpeg lern-und-erinnerungsort-keupstrasse-koln.pdf masterarbeit-mahnmal-keupstrasse_ornella-gessler.pdf photo-by-jasper-kettner-teil-der-installation-das-mahnmal-an-der-keupstrasse-ulf-aminde-kunsthaus-dresden.jpeg stellungnahme-ini-hmpfa-01.22.pdf

author(s):
  • Felix Egle

FILES

2019-05_vierseiter_end.pdf aminde_render_keupstrasse.jpg das-mahnmal-an-der-keupstrasse-modell-texte-und-app-installation-ulf-aminde-kunsthaus-dresden-1.jpeg das-mahnmal-an-der-keupstrasse-modell-texte-und-app-installation-ulf-aminde-kunsthaus-dresden-2.jpeg das-mahnmal-an-der-keupstrasse-modell-texte-und-app-installation-ulf-aminde-kunsthaus-dresden-3.jpeg das-mahnmal-an-der-keupstrasse-modell-texte-und-app-installation-ulf-aminde-kunsthaus-dresden-4.jpeg das-mahnmal-an-der-keupstrasse-modell-texte-und-app-installation-ulf-aminde-kunsthaus-dresden-5.jpeg das-mahnmal-an-der-keupstrasse-modell-texte-und-app-installation-ulf-aminde-kunsthaus-dresden-6.jpeg lern-und-erinnerungsort-keupstrasse-koln.pdf masterarbeit-mahnmal-keupstrasse_ornella-gessler.pdf photo-by-jasper-kettner-teil-der-installation-das-mahnmal-an-der-keupstrasse-ulf-aminde-kunsthaus-dresden.jpeg stellungnahme-ini-hmpfa-01.22.pdf

Seawatch V

YEAR
L_2022-23
STATUS
Ongoing

TEAM

Johanna Wendel, Luka Vonderau, Yuni Byun, Lorenz Bohlmann, Katja Ulbrich

PARTNERS

DESCRIPTION

 

Thousands of people each year attempt to cross the Mediterranean Sea by boat to seek asylum or to migrate to Europe. Since 2014, 25.413 migrants were reported missing.

The Non-Government-Organisation (NGO) Sea-Watch is conducting search and rescue missions (SAR) in the Mediterranean.

Since their first mission in 2015, Sea-Watch rescued about 45,000 people.

On their missions, the crew is challenged with the physical and psychological state of the guests.

Many of the passengers on board have experienced different kinds of violence such as torture, rape and slavery. During their attempt to cross the sea they often suffer from hypothermia, acid burns, cuts or other injuries.

While people are often ecstatic after being rescued, disappointment and frustration can occur when realizing that their expectations of what can be provided on the ship stay unfulfilled. The goal of the crew is to prevent any too euphoric or disphoric dynamics.

The ship has a very limited amount of space: It can hold a maximum of 500 guests. If the full capacity is reached, each guest is left with half a squaremeter of personal space for sleeping.

On board many different languages are spoken. Most of the guests and crew members understand Arabic, English or French, but sometimes verbal communication is impossible when none of the crew members or guests can pass on information in other languages. The communication between the passengers and the crew is made more challenging by some people's analphabetism. Language barriers and the resulting inaccessibility to information can lead to knowledge hierachies.

Communicating clearly and consistently about daily business on deck, options for dis-embarking and political updates is important. Especially when speaking to a large number of guests on board.

Sea-Watch asked the Studiengruppe-Informationsdesign to help them develop a de-escalative design concept for their new SAR ship Sea-Watch 5.

CONTEXT:

The main focus in our cooperation was to gather tools and research to support the guest care department of the Sea-Watch 5.

The idea of de-escalative design led us to a number of potential improvements, that would prevent or soften tensions between guests to make their passage less exhausting.

We elaborated numerous ideas concerning the structural measures:

New mats for the floor could increase the well-being on board on different levels: Certain colors could lighten the mood and interact with light to make the space feel more welcoming. Thicker and softer mats are more comfortable for sleeping, but have to be easy to clean and resistant to the elements. Long sun exposure, salt water and wear of the materials were criteria we had to consider in all of our design concepts.

To assist the visitor in better orienting themselves we designed a moderation kit in support of the daily speeches. This includes a daily schedule and numerous pictogramms to make information more accessable and revisitable at anytime. Another schedule explains operating hours and information about the medical care department. Other pictograms were needed to highlight shipboard regulations: Signs to identify specific areas, such as the safe space for particularly vulnerable people, the tea station and the hospital room.

Playful elements let the guests stay busy and help time pass quicker. Games that don´t provoke any bigger emotions through winning or losing are preferable to ensure a calm atmosphere. As there are many metal surfaces on board, magnetic games make good use of the space. Laying material in different colors, e.g. magnetic Tangram can serve as a creative outlet. Experimenting with different shapes and patterns can be done alone or as a group activity.

From our first conversation with Sea-Watch, we learned that atlases and maps are fun and powerful tools for the guests to share stories, think about their journey and even dream about possible destinations and hopeful futures. Additionally to creating a geographically correct map, that would give the crew and the guests a basis to share information and their current location, we started thinking about a map that would enable story-telling. Designs for a narrative map could be applied in the hospital room or the safe space that the crew wants to re-design.

These are some of the topics we researched and experimented with visually. We shared our results, possible designs and ideas with Sea-Watch and are excited for a continuing cooperation.

Thousands of people each year attempt to cross the Mediterranean Sea by boat to seek asylum or to migrate to Europe. Since 2014, 25.413 migrants were reported …

PROTOCOLS

● 23.01.23, Merch Entwürfe Seawatch/LeaveNoOneBehind 

merch_si_lnob.pdf

author(s):
  • Johanna Wendel

● 22.11.06, Tage des offenen Schiffes 

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author(s):
  • Lara Liske

● 22.10.12, Projektfindung, Mail von SeaWatch 

VORLÄUFIGER TITEL DES PROJEKTS
Deeskalation durch Design des Außenraums auf einem Search und Rescue Schiff

KURZBESCHREIBUNG DES PROJEKTS
Seawatch führt Massenrettungen im Zentralen Mittelmeer durch. Menschen versuchen vom afrikanischen Kontinent, meistens aus Libyen, zu fliehen und Europa zu erreichen. Im Durchschnitt sind 300–400 Menschen ca. 7 Tage auf unserem Schiff. An Deck ist die Situation sehr angespannt. Bei dieser Personenzahl hat jeder Mensch nur etwa 0,5m² zum schlafen. Es ist schwierig genug, Essen herzustellen und Provatsphäre ist nicht existent.
Unser Deck ist aus Stahl, darüber ist eine Zeltplane. Der Raum ist sehr funktional gestaltet und vor allem daraus ausgerichtet, dem Salzwasser und dem Wetter zu widerstehen. Kleinere und größere Designelemente können allerdings zur Information unserer Gäste oder zur allgemeinen Deeskalation beitragen. Doch wie können wir mit einem kleinen Budget Stimmung, Angst, Wut und andere Gefühle beeinflussen? Welche Farben sind hilfreich und wo können wir diese verwenden? Was eskaliert Anspannungszustände? Diese theoretischen, aber auch sehr praktischen Fragen interessieren uns sehr, um für unsere Gäste bestmöglich da zu sein.

WAS ERWARTET IHR VON UNS IN DER ZUSAMMENARBEIT?
– Theoretischer Input zur Weiterentwicklung unserer Guest Care Concepts
– Möglichkeiten zur Praktischen Umsetzung wie Stencils für eine Europakarte, Schiffsregeln, etc.
– Rassimuskritisches Design
– Praxisnähe und direkte Umsetzbarkeit
– Interesse an enger Zusammenarbeit zwischen Design und tatsächlichen Bedürfnissen eines Schiffs
– Materialien, Recherche, Referenzen, Dokumente, Vorlagen, Abbildungen etc.

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author(s):
  • Felix Egle

FILES

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  • ongoing
    L_2022-23
    Lara Liske, Lena Würsching, Marie Teigler
  • ongoing
    L_2022-23
    Johanna Wendel, Katja Ulbrich, Lorenz Bohlmann, Luka Vonderau, Yuni Byun