Truth v9.268
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Mapcrunch Workshop GL

Meta:
Status: archived
Aspects: Grundlagen, space
Team: Studiengruppe Informationsdesign
Semester: H_20-21
Description:

Grundlagen Visuelle Gestaltung 1

Semesterwoche 13 und 14

Aufgabenstellung:

Im Lehrangebot "Grundlagen Visuelle Gestaltung 1" interessieren wir uns für die Schnittstelle von Design und Gesellschaft. Wie können Werkzeuge, Methoden und Praxen von Design genutzt werden um vielfältige Lebensrealitäten greifbar, sichtbar und verständlich zu machen? Und wie kann Design bewusst den Einfluss auf diese Formen der Gesellschaft suchen? Und dies ohne manipulativ, eingrenzend oder vermarktend, sondern vielmehr gemeinsam, inklusiv und verantwortungsvoll zu agieren? Mit wem gehen wir Komplizenschaft ein? Wessen Anliegen vertreten wir?

In diesem ersten Format wollen wir mit Euch gemeinsam untersuchen welche Gestaltung wir bereits in unserer medialen Welt verorten können und wo Einflussnahme stattfindet. Hierfür haben wir Gäste eingeladen, die aus ihrer Praxis an der Schnittstelle zwischen sozialen Themen und Design berichten. Aber vor allem wollen wir auch selbst recherchieren, visualisieren und kritische Perspektiven einnehmen. Uns sollen hierbei kartografische und infografische Techniken dienen um komplexe Sachverhalte sichtbar und zugänglich zu machen.

Ausgehend von zufällig gefundenen Orten mittels des Webservice "Mapcrunch" (https://www.mapcrunch.com/) begeben wir uns dabei an verschiedene Orte weltweit. Diese Ort wollen wir genauer untersuchen und hierbei nach (visuellen) Zeichen für Formen von sozialer, ökonomischer, kultureller oder grafischer "Autorität" suchen.

Was erzählen uns die Beschriftungen an den Geschäftsfassaden über Sprache und Kultur? Was bedeuten die visuellen Codes von Graffitis im Stadtraum? Was sagt uns der Zaun entlang eines Grundstücks über Besitzverhältnisse? Woran erkennen wir einen Eingang und woran, daß wir uns vielleicht besser nicht nähern? Inwiefern orchestrieren grafische Zeichen und Symbole entlang von Strassen den Verkehrsfluss? Welche Hinweis geben uns Werbereklamen auf den internationalen Warenhandel und wie beeinflusst das eine lokale visuelle Kultur? Und noch weiter: Wer ist an der Produktion dieser visuellen Codes beteiligt und wer ist davon ausgeschlossen? Was bedeutet visuelle Experten- und Alltagssprache? Und was zeigen uns die Bilder auf Mapcrunch eigentlich nicht? Wer hat sie überhaupt dort hochgeladen?

Wir nutzen für unsere Untersuchung die Resourcen, die wir zur Hand haben. Sowohl für die Recherche, als auch für die Entwicklung von Darstellungen. Einschränkungen sehen wir hierbei als Herausforderung und als Chance neue, ungewöhnliche Formen zu entwickeln. Dabei wollen wir auch hinterfragen, welchen Formen von Abhängigkeiten wir uns aufgrund unserer Werkzeuge ausgeliefert sehen. Welche Alternativen haben wir zu Google und Adobe und wie lässt sich damit produktiv umgehen? Da wir uns mit "Raum" auseinandersetzen, liegt der Einsatz von Karten und Diagrammen nahe, ist aber nicht verpflichtend. Es ist auch denkbar, ein Plakat zu machen, einen Film, eine interaktive Webseite, eine Performance oder einen Text.

Ziel ist, ausgehend von dem visuellen Aspekt eines Ortes, eine spezifische oder eine universelle Geschichte zu erzählen. Wir können kleinmaßstäblich bleiben oder die gesamte Welt behandeln. Wir wollen untersuchen, recherchieren, vermuten, behaupten und diskutieren. Wir wollen sehr viel ausprobieren, entwerfen und verwerfen und vor allem skizzieren. Der Versuch dabei vollständig und allumfassend zu sein wird möglicherweise scheitern. Das ist so lange kein Problem, solange wir wissen, weswegen und woran wir gescheitert sind.

Wir arbeiten gemeinsam. Wir entwickeln einen Pool von Ideen. Wir schließen temporäre Allianzen in der Gruppe, formieren uns wieder neu. Es gibt kein Anrecht auf Ideen. Sie befinden sich im Raum und müssen nur aufgegriffen und weiterentwickelt werden. Wir diskutieren offen und fair.

Formal orientieren wir uns unter anderem an der Sprache von Diagrammen und Karten. D.h. wir entwickeln ein grafisches Vokabular und eine Grammatik mit dem Ziel einen Sachverhalt logisch und verständlich zu vermitteln. Dabei ist ein wichtiger, zu berücksichtigender Punkt, daß eine Sprache auch eine Tonlage, einen Duktus und eine Atmosphäre ausdrückt (auch 'Schreien' ist mit einem Diagramm möglich), arbeitet damit. Der Einsatz von Bildern, Filmsequenzen, interaktiven Momenten, Illustration und ähnliches ist darüber hinaus nahegelegt. Als weitere Einschränkung dient uns die Vorgabe, daß wir als Ziel 1 Medium entwickeln (1 Bild, 1 Film, 1 Plakat, 1 Animation oder ähnliches). Dass auf dem Weg viele Skizzen und Ansätze entstehen, versteht sich von selbst. Bitte setzt für eure grafische Ausgestaltung lediglich zwei Farben ein (welche, ist euch überlassen).

Die Ergebnisse unserer visuellen Reisen werden wir zum Abschluß der beiden Wochen in einem gemeinsamen Format bündeln.

Tools für interne Orga

Mapcrunch (https://www.mapcrunch.com/)

Nextcloud via Burg-Server

Rocket-Chat (https://chat.burg-halle.de/)

Links:
Files:
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